Neurophysiologische

Entwicklungsförderung
NDT/ INPP ®

INPP ist die Abkürzung für „The Institute of Neuro-Physiological Psychology", ansässig in Chester / England.


Ein fortbestehender frühkindlicher (primitive) Reflex als mögliche Ursache von Lern- und Verhaltensproblemen.
Das INPP hat daraufhin ein diagnostisches Instrumentarium entwickelt, mit dessen Hilfe auch bei älteren Kindern und Jugendlichen (ebenso wie auch bei Erwachsenen) noch diese unreifen neuromuskulären Muster im jeweiligen Ausprägungsgrad erfasst werden können.
Als Behandlungsprogramm zur nachträglichen Ausreifung und Hemmung noch fortbestehender Restreaktionen wurden spezifische Bewegungsübungen konzipert, die etwa 1 - 1 ½ Jahre täglich nach qualifizierter Anleitung und regelmäßiger Supervision zu Hause durchgeführt werden müssen.
Mögliche Hinweise auf Ursachen und Symptome einer neurologischen Entwicklungsverzögerung.
In der Regel handelt es sich um mehrere Faktoren, die dazu führen, dass frühkindliche Reflexe nicht zeitgerecht in der kindlichen Entwicklung integriert bzw. gehemmt werden. (Die folgende Aufstellung möglicher Indikatoren beansprucht keine Vollständigkeit.)


 Schwangerschaft:

  • anhaltendes Schwangerschaftserbrechen

  • starker emotionaler Stress

  • drohende Fehlgeburt

  • schwerer viraler Infekt während der ersten 12 Wochen oder zwischen der 26, und 20. Woche

  • hoher Blutdruck

  • unbehandelter (Schwangerschafts-)Diabetes

  • Alkohol-, Nikotin-, Drogenkonsum

  • Plazenta-Insuffizienz (mögl. Folge: Kinder mit geringem Geburtsgewicht)

  • Teratogenbelastung (Umweltgifte im häuslichen oder beruflichen Umfeld)

  • vermeintlich harmlose Infekte wie Grippe, Blasenentzündung, Zahnfleischentzündungen etc.)


 Geburt:

  • Frühgeburt oder länger als 2 Wochen übertragen

  • extrem lange Geburt, aber auch Sturzgeburt

  • Nabelschnurvorfall oder -umschlingung

  • Plazenta prävia

  • Zangen- oder Saugglockengeburt

  • Kaiserschnitt

  • Steißlage


 Neugeborenenzeit:

  • geringes Geburtsgewicht (unter 2500 gr.)

  • Sauerstoffmangel

  • Intensivmedizinische Maßnahmen erforderlich

  • verlängerte Neugeborenengelbsucht

  • verformter Schädel

  • blaue Flecken

  • Fütterungsprobleme während der ersten 6 Monate


 Kindheit:

  • Erkrankungen mit hohem Fieber (evtl. auch Fieberkrämpfe) während der ersten 18 Monate

  • Verzögerungen oder Abweichungen beim Erreichen der Meilensteine der Bewegungsentwicklung (verzögertes Drehen, Auslassen der Krabbelphase etc.)

  • Sprachentwicklungsverzögerung

  • Häufige Hals-, Nasen- und Ohrenentzündungen

  • große Schwierigkeiten, sich selber anziehen zu lernen

  • Impfreaktionen

  • Daumenlutschen über das 5. Lebensjahr hinaus

  • Bettnässen über das 5. Lebensjahr hinaus

 

Quelle: Ausbildungsunterlagen NDT/INPP

Dieses Training ist keine Kassenleistung.

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